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Wer nicht ausbildet wir umgelegt! Ist Ausbildungspakt wirklich ein Erfolg? Wird für jede Bewerberin und jeden Bewerber ein Ausbildungsplatz zur Verfügung gestellt? Ist Ausbildungslücke tatsächlich viel kleiner als häufig behauptet wird? Hunderttausende Jugendliche die vergebens nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz suchen, können diese Frage mit einen eindeutigen NEIN beantworten. Wir als IG Metall Jugend nehmen das nicht hin, das die Arbeitsgeber mutwillig unsere Zukunft verbauen! Wir fordern BETRIEBLICHE AUSBILDUNG FÜR ALLE! |  |
Mit dem Ausbildungspakt erreichten Unternehmen und Staat nicht dass, was sie uns versprochen haben – Ausbildungsplätze für alle! Viel mehr stecken sie Jugendliche in perspektivlose Berufsvorbereitungsmaßnahmen! Berufschancen hängen immer stärker von einer guten Ausbildung ab. Ohne sie läuft heute nichts mehr. Daher sollte jeder Mensch ein Grundrecht auf eine gute Ausbildung haben – und einen Lohn, von dem man leben kann. Die Arbeitgeber müssen endlich ihrer Ausbildungspflicht nachkommen. Doch seit Jahren kommen sie ihrer Ausbildungsverantwortung nicht nach: Dreiviertel aller Betriebe bilden nicht aus. Die Unternehmen handeln Verantwortungslos und rauben hunderttausenden Jugendlichen ihre Zukunftschancen und gefährden die Wirtschaft. Dass die Verantwortung für die Schaffung von Ausbildungsplätzen eine Aufgabe der Unternehmen ist, hat sogar das Bundesverfassungsgericht festgestellt: „Die Verantwortung für ein ausreichendes Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen (liegt) bei den Arbeitgebern.“ BVerfGE 55, 274 v. 10.12.1980 | Wir als IG Metall Jugend nehmen das nicht hin, das die Arbeitsgeber mutwillig unsere Zukunft verbauen! Wir fordern BETRIEBLICHE AUSBILDUNG FÜR ALLE! Wie soll das funktionieren? Das Prinzip ist einfach und effektiv: Unternehmen, die keine oder zuwenig Ausbildungsplätze schaffen, werden zur Kasse gebeten. Sie zahlen – entsprechend der Ausbildungskosten – in einen Umlagefonds ein. Aus diesem Umlagefonds werden Unternehmen unterstützt, die Ausbildungsplätze schaffen. So werden zusätzliche Ausbildungsplätze finanziert und alle Unternehmen an den Ausbildungskosten beteiligt. Für eine gesetzliche Umlagefinanzierung gibt es gute Gründe: · Sie schafft genügend Ausbildungsplätze. · Sie ist fair. Sie unterstützt Betriebe, die ausbilden. Wer nicht ausbildet, muss zahlen. · Mit einer qualifizierten betrieblichen Ausbildung haben Jugendliche bessere berufliche Chancen.
· Mehr Ausbildungsplätze bedeutet auch mehr Auswahl. · Ausbildung zahlt sich aus. Fachkräfte zu rekrutieren, ist teurer. · Gut ausgebildete Mitarbeiter-/innen sind ein wichtiger Pluspunkt für den Wirtschaftsstandort. Weitere Infos zum Umlagefinanzierung findet ihr auf dem Jugendportal der IG Metall Jugend. |