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Mittwoch, 8. Februar 2012





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Bildungspolitik Drucken

Bildung schafft Zukunft

Bildung bestimmt wesentlich unser Leben. Mit ihr entfalten sich unsere Persönlichkeit, durch sie können wir am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Auch für unsere berufliche und damit finanzielle Situation ist Bildung entscheidend. Deshalb ist für uns die Frage, wer welche Bildungschancen erhält, von großer politischer Bedeutung. Wir fordern: Bildung für alle.

Fördern statt auslesen

Die Situation in den Schulen wird immer unbefriedigender. Es fehlen Mittel, gut ausgebildete Fachkräfte und vor allem moderne Konzepte. Was wir vielerorts in der Ausbildung schon durchsetzen konnten, sollte auch in Schulen selbstverständlich werden: in der Gruppe lernen, mit modernen Medien, fächerübergreifend, in Projekten. Denn SchülerInnen sind immer so gut, wie im Unterricht. Das heißt auch: Fördern statt Auslesen, miteinander und voneinander lernen, statt gegeneinander. Damit soziale Werte, wie Solidarität und Toleranz nicht auf der Strecke bleiben.

 

Universitäten:

Bildung ist mehr als ein Wirtschaftsfaktor

Hochschulen und Forschung haben eine große Bedeutung für die Lösung gesellschaftlicher Probleme. Sie haben entscheidenden Anteil an der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung unserer Gesellschaft. Der Dialog der Universitäten mit möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen – auch den Gewerkschaften – muss deshalb gesucht und intensiviert werden. Kooperationen dürfen nicht nur der Wirtschaft überlassen bleiben. Denn Aufgabe der Hochschulen muss es sein, gesellschaftlich relevante Fragen kritisch und weitsichtig zu diskutieren. Bildungspolitik darf nicht nur Wirtschaftspolitik sein.


Bildungspolitik – Dafür stehen wir


  • Wir fordern gleiche Bildungschancen für alle.

  • Bildung muss allen Menschen zugänglich sein und zwar unabhängig von ihrer finanziellen Situation, ihrem Geschlecht, ihrer sozialen und ethnischen Herkunft.

  • Auch eine dreieinhalb jährige berufliche Ausbildung qualifiziert für ein Studium.

  • Wer sich für ein Studium qualifiziert hat, muss auch studieren können.

    Deshalb: Keine Studiengebühren

  • Wer eine dreieinhalb jährige berufliche Ausbildung abgeschlossen hat, soll studieren dürfen.

  • Bildung heißt für uns Fördern statt Auslesen, Chancen schaffen statt Konkurrenz schüren.

  • Das Recht auf Bildung bedeutet für uns: Bildung von der Vorschule bis zur Hochschule. Qualifizierte Angebote für ein lebenslanges Lernen: Durch Ausbildung, berufliche, kulturelle und politische Weiterbildung.

  • Bildung ist Kulturgut. Sie sollte nicht nur betrieblich verwertbar sein, sondern den Horizont darüber hinaus erweitern. Deshalb: Auszubildende für Bildung freistellen, durch einheitliche Regelungen!

  • Studiengänge müssen stärker international ausgerichtet sein.

  • Tarifliche Regelungen für Werkstudentinnen entwickeln und durchsetzen.

  • Mehr Demokratie an den Hochschulen. Studierende müssen stärker mitbestimmen.

 


 
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