BesetzerInnen werten Demonstration als vollen Erfolg Dem Aufruf der BesetzerInnen der Georg-Simon-Ohm Hochschule unter
dem Motto: „Das war erst der Anfang“ folgten am 17.12.2009 knapp 1000 Menschen.
Mit dem Protestmarsch wurde die Weihnachtspause der jetzt schon seit
einem Monat andauernden Besetzung eingeläutet. Im Laufe der
Demonstration wurden Teile des Verkehrs in Nürnberg nahezu komplett
lahm gelegt. (für Bericht Klicken)
Leiharbeit, befristete Jobs, schlechte Bezahlung - so sehen die Jugendlichen in Deutschland ihre Zukunft. Das ergab eine Unicef-Studie zur Lage von Kindern in 21 Industrieländern. Deutschland liegt damit auf dem letzten Platz der untersuchten Länder. (zum Bericht)
Am 06.12.09 hat der Ortsjugendausschuss Nürnberg am
Christkindlesmarkt mit Ihrer Nikolaus Aktion bei den vorbeilaufenden
Passanten viel Aufsehen erregt. Die Metaller sprachen die vielen
Menschen, die den weltberühmten Nürnberger Christkindlesmarkt
besuchten, auf die Situation der jungen Generation an und verteilten
„Operation Übernahme" Flyer mit der Überschrift „Wünschen alleine reicht nicht".
An dem Stand der IG Metall Jugend Nürnberg gab es auch einen Sarg
begleitet mit Trauermusik. Damit wurde symbolisch die Übernahme und
somit auch die Zukunft vieler junger Beschäftigter zu grabe getragen.
Außerdem wurden interessierte Menschen dazu angehalten Ihre Wünsche und
Bedürfnisse auf gelben Zukunftsschildern festzuhalten. Dabei kamen
viele Verschiedene Wünsche zusammen. Von „Ich wünsche mir für meine
Zukunft einen sicheren Arbeitplatz" bis hin zu „ein fröhliches
Weihnachten für alle Religionen". Zu dem gab es für fleißige
Schildermaler Glühwein und Lebkuchen. Die Aktion in der Nürnberger
Innenstadt wurde sehr positiv angenommen, da sich viele mehr
Solidarität und Zusammenhalt gerade in der Weihnachtszeit wünschten.
JAV und Betriebsrat setzen Übernahmegarantie durch
09.11.2009 Ι
Trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage ist es den
Arbeitnehmervertretern bei MAN Nutzfahrzeuge in München gelungen, ein
Zeichen für die Zukunft zu setzen. Die Zahl der Auszubildenden steigt
und die Vereinbarung zur Übernahme von ausgelernten
Jungfacharbeiterinnen und Jungfacharbeitern bleibt bestehen.
Trotz der wirtschaftlich
angespannten Lage erhöht die MAN Nutzfahrzeuge AG in München die Zahl
der Auszubildenden. Stellte der Betrieb im Jahr 2009 noch 103
potenzielle Jungfacharbeiterinnen und Jungfacharbeiter ein, erhöht MAN
die Zahl für das Jahr 2010 auf 112. Dies ist vor allem ein
Verhandlungserfolg der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) und
des Betriebsrates am Standort München. Dort arbeiten zurzeit circa 7200
Beschäftigte, davon etwa 300 Auszubildende in elf verschiedenen Berufen.
Das
von der JAV mit ausgehandelte "Neue Ausbildungskonzept" besagt, dass
alle diejenigen Auszubildenden unbefristet übernommen werden, die ab
dem 01. September 2007 bei der MAN Nutzfahrzeuge AG begonnen haben. Die
ersten aus dieser Gruppe beenden 2009/10 ihre Ausbildung.
Für
diejenigen, die ihre Ausbildung vor dem Stichtag begonnen haben, gilt
zunächst eine Übernahmegarantie von zwölf Monaten. Die JAV und der
Betriebsrat kämpfen hier aber weiter für eine unbefristete Übernahme
der jungen Facharbeiterinnen und Facharbeiter - in konjunkturell guten
wie in schlechten Zeiten.
Die junge Generation sind immer mehr die Verlierer dieser Krise
Ausbildungsplätze werden abgebaut
Die Übernahme nach der Ausbildung wird verweigert
Die Jugendarbeitslosigkeit steigt immer mehr an
Die Bildungschancen hängen immer mehr vom Geldbeutel der Eltern ab
Die Jugend wird um ihre Lebens- und Arbeitsperpektiven betrogen.
Politik und Wirtschaft schauen dabei tatenlos zu! Wir schauen nicht
tatenlos zu! Wir machen uns stark für eine gerechte Gesellschaft, die
der jungen Generation Perspektiven bietet. Wir fordern von den
Parteien, die Belange der Jungen Generation ganz oben auf die
Tagesordnung zu setzten.
Wir fordern:
Eine gesetzliche Ausbildungsplatzgarantie für alle Jugendlichen
Übernahme nach der Ausbildung
Abschaffung der Studiengebühren
Ein gerechtes Bildungssystem, welchen fördert und sich aussortiert
Du hast die Wahl – also geh wählen!
Jeder hat mit seiner Stimme die Möglichkeit die Politik
mitzubestimmen. Mit unserer Stimme können wir etwas verändern und die
Demokratie zu leben bringen. Tatenlos zusehen und abwarten verändert
nichts! Und damit vor den Wahl nicht nach der Wahl ist – wählen gehen
und einer schwarz – gelben Regierung eine klare Absage erteilen!
Eine schwarz – gelbe Regierung würde für uns bedeuten:
Keine Ausbildungsplatzgarantie
Übernahme nach der Ausbidung wird nicht thematisiert
Studiengebühren werden nicht abgeschaft
Das Studium wird immer mehr pivatisiert und dient den Interessen der Wirtschaft
Die Mitbestimmung in den Betieben wird abgebaut – auch die der JAV
Der Kündigungsschutz wird aufgehoben
Keine Mindestlöhne
Abweichung vom Tarifvertrag ohne Mitbestimmung der Gewerkschaften
Und wer hinter den Forderung einer schwarz – gelben Regierung steht, zeigen die Parteispeneden des “Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie” (VBM)
CSU: 600.000 €
FDP: 150.000 €
Alle anderen Partein sind leer ausgeganen.
Keine Stimme den Nazis – keine Nazis in die Parlamente
Nichtwählen ist keine Protest sonder stärkt zum einen eine schwarz –
gelbe Regierung. Zum anderen aber auch die rechten Partein! Die
Landtagswahl in Sachen hat es eindeutig gezeigt. Dort hätten 5 % mehr
Wahlbeteiligung ausgreicht um den Einzug der NPD in den Landtag zu
verhindern! Wir dürfen es nicht zu lassen, dass rechte Parteien im
Bundestag eine politische Plattform für ihre rassistichen,
ausländerfeindlichen, antidemokratischen und menschenverachtenden
Parolen bekommen. Und vorallen dürfen wir es nicht zulassen, das wir
diese Parteien auch noch mit Stuergeldern finanzieren! Faschismus ist
keine Meinung sondern ein Verbrechen!
Du hast die Wahl! Deshalb am 27.09.2009 wählen gehen!
Hier
könnt ihr noch mal nachlesen, was die Partein fordern und was es für
uns als ArbeitnehmerInnen, Gewerkschaften und Interessenvertrung
bedeutet:
„Die Zukunft übernehmen wir!“ Operation Übernahme rockt den Opernplatz
Am 05.09.2009 war der Frankfurter Opernplatz ein Mehr aus schwarzen Fahnen
und gelben Zukunftsschildern. "Miese Krise, Scheiß - System, die Jugend
wird jetzt unbequem" dröhnte es über den Opernplatz! 10.000 junge
Metallerinnen und Metallen kamen an diesem Tag nach Frankfurt um ihre
Forderungen an die Politiker zu stellen.
Denn gerade die junge Generation sind die Verlierer dieser Krise. Erst finden
sie nur mit viel Glück einen Ausbildungsplatz um dann drei Jahre später wieder
auf der Straße zu stehen, weil sie nicht übernommen wurden. Harz VI, Praktika
und Leiharbeit sind für junge Menschen zur Normalität geworden. Ein Drittel der
Menschen unter 35 Jahren hat keinen richtigen Job und hangelt sich von Hartz IV
über Praktika zu Leiharbeit und wieder zurück. Die Arbeitslosigkeit bei den
unter 25-Jährigen ist im letzten Jahr dreimal so stark gestiegen wie die Arbeitslosigkeit insgesamt.
So kann es nicht weiter gehen! Es muss sich
was ändern!
Deshalb versammelten sich am 05.09.2009 am Frankfurter Opernplatz tauenden um
ein Zeichen zu setzte. Für Zugang zu Bildung und Ausbildung. Für gute Löhne und
für gute Arbeit. Für Zukunftsperspektiven für die junge Generation. Für eine
gerechte Gesellschaft. Und für ein gutes Leben.
Unterstützt wurden die IG Metall Jugend dabei von dem 2. Vorsitzenden der IG
Metall: “Die Jugend wird um ihre Lebens- und
Arbeitsperspektiven betrogen. Politik und Wirtschaft schauen tatenlos zu! Damit
muss endlich Schluss sein – und deshalb sind wir heute hier! Ihr, die Jugend,
lasst euch nicht unterkriegen! Ihr seit heute hier! Ihr wollt etwas ändern! Ihr
engagiert euch! Ihr kämpft um eure Zukunft! Dabei werden wir, die IG Metall,
euch unterstützen."
Doch das war nur der Anfang eines kämpferischen Tages! Anschließend machte sich die IG
Metall Jugend auf den Weg in die Frankfurter Commerzbank Arena, um dort die Kundgebung ihrer rund 40.000 älteren Kolleginnen und Kollegen zum Aktionstag
Gemeinsam für ein gutes Leben“ unter dem Motto „Macht Politik für die Mehrheit
der Menschen“ zu unterstützen. In der "IG Metall Arena" wurden alle Forderung an die Politik von
Kolleginnen und Kollegen auch ganz Deutschland auf den Tisch gebracht! "Es
ist ein Skandal, dass die älteren Kolleginnen und Kollegen müssen immer länger
arbeiten müssen, wärend die Jugend keinen Job finden. Und was mich dabei besonders
wütend macht, ist dass Wirtschaft und Politik Jung und Alt gegeneinander
ausgespielt! Das muss sich ändern! Rente mit 67 abschaffen und die Übernahme
nach der Ausbildung für alle Azubis!" Antonina Stöckert (JAV
Vorsitzende der Leistriz AG Nürnberg). Die IG Metall hat an diesem Tag ein eindeutiges Zeichen
gesetzt, dass wir mehr Gerechtigkeit brauchen. Eine eindeutige Abfuhr hat an
diesem Tag eine schwarz – gelbe Koalition bekommen: “Es darf nicht sein, dass
die Verantwortlichen dieser Krise am Wahlsonntag triumphieren!” so Berthold
Huber, 1. Vorsitzender der IG Metall. Eine schwarz – gelbe Koalition wäre die
schlechteste Regierungsform für ArbeitnehmerInnen.
Für alle die an diesem Tag nichts dabei sein konnten, hier findet ihr Bilder,
Videos und Berichte von dem Tag: Operation Übernahme
am 05.09.2009 wollen wir in Frankfurt den Verantwortlichen aus Wirtschaft und Politik laut und massiv zeigen, dass wir endlich eine Gesellschaft brauchen, in der die Interessen der Menschen im Vordergrund stehen.
Los geht´s in Frankfurt um 10:00 Uhr am Opernplatz mit der großen Operation Übernahme Jugendaktion.
Erwartet werden dort ca. 8.000 - 15.000 junge Menschen, die aktive für ihre Zukunft und bessere Perspektiven kämpfen.
Es wird viele verschiedenen Aktionen geben, mit denen wir der Öffentlichkeit zeigen, dass wir dieses System nicht länger so hinnehmen werden!
Ein Busshuttle wird uns anschließen in die Commerzbank Arena bringen, wo es mit der großen Arena – Kundgebung weiter gehen wird.
Dort bringen wir die Ergebnisse der Befragung „Gemeinsam für ein Gutes Leben –Was muss sich ändern“ auf den Punkt!
Für musikalische Unterhaltung sorgen unter anderem: Samy Deluxe und die Microphone Mafia.
Frankfurt wir kommen!
Abfahrt der Jugendbusse 05.09.2009
06:30 Uhr
Frankenstraße / Markgrafenstraße
In den Jugendbussen gibt’s für alle ein Operation Übernahme T-Shirt und eine kleines Lunchpakt, damit wir alle gestärkt in Frankfurt für unsere Zukunft kämpfen können!
Rückfahrt nach Nürnberg: ca. 17:00 Uhr
Anmeldung bei eurer JAV, BR oder VK
Wir wollen in Frankfurt kraftvoll und unüberhörbar mit einer Stimme für ein gutes Leben kämpfen. Für Übernahem nach der Ausbildung, für Perspektiven und für Gerechtigkeit! Dafür brauchen wir jede und jeden Einzelnen!
Alle nach Frankfurt! Gemeinsam auf die Straße! Für einen kraftvollen Aktionstag! Mutig, laut und offensiv!
Das war der Tag am 1. Mai. Gutes Wetter, tolle Menschen, eine lebendige und bunte Demo und ein überraschender Abschluss auf dem Nürnberger Kornmarkt. Seht selbst:
Die Übernahmesituation in deutschen Unternehmen ist denkbar schlecht.
Nur noch etwa 50 Prozent eines Jahrgangs werden nach Ende der
Ausbildung übernommen.
Deshalb hat die IG Metall Jugend am 23.01.2009 mit
einer nächtlichen Guerilla-Aktion in Erfut die Operation Übernahme
gestartet.
Operation Übernahme! So
heißt die neue Kampagne der IG Metall Jugend. Und der Name ist Programm
– denn es geht um das wichtigste Zukunftsthema für junge Leute: Es geht
um die Übernahme aller Auszubildenden in ein unbefristets
Arbeitsverhältnis. Es geht um Zukunft, Sicherheit und Perspektiven
Nazis mal Modisch? - Das Mode Label "Thor Steinar" eröffnet Laden am Kornmarkt
Am Freitag, den 28. November 2008 hat in der Dr. Kurt-Schumacher Straße 8 beim Nürnberger Kornmarkt (gegenüber dem Gewerschaftshauses) ein Geschäft der bei Neonazis beliebten Kleidungsmarke “Thor Steinar” eröffnet.
Bereits am Eröffnungstag protestierten über 30 AntifaschistInnen gegen den Nazi-Laden und klärten PassantInnen über die Hintergründe der Marke "Thor Steinar" auf. Seit der Eröffung verteilen Jugendliche täglich Flugblätter vor dem Laden. Am 20. Dezember demonstrierten rund 2000 Menschen lautstark durch die Nürnberger
Innenstadt. Die Demonstration gegen das Bekleidungsgeschäft "Tønsberg" hatte das Antifaschistische
Aktionsbündnis Nürnberg (AAB) innerhalb von nur drei Wochen
vorbereitet.
Die Verdi Jugend Mittelfranken hat eine "Chronik" des Widerstandes zusammengestellt, wo ihr noch einmal alles nachlesen könnt.
Die IG Metall Jugend wird es nicht hinnehmen das ein Mode Label der rechten Szene sich in Nürnberg festsetzt.
"Tønsberg"schließen!
Weitere Infos zu "Thor Steinar" werdet ihr hier in kürze finden. Bis dahin, hier einige externe Infos: